Bildungsideologien : Ein zeitdiagnostischer Essay an der Schwelle zur Wissensgesellschaft
2008 ed.
Book Details
Format
Paperback / Softback
ISBN-10
3531159348
ISBN-13
9783531159348
Edition
2008 ed.
Publisher
Springer Fachmedien Wiesbaden
Imprint
Springer VS
Country of Manufacture
DE
Country of Publication
GB
Publication Date
May 27th, 2008
Print length
230 Pages
Product Classification:
Media studiesMedia studiesSociology
Ksh 6,850.00
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Fast
zu anderen Zeiten gelten sie als brisante, aktuelle Themen, werden politisch in Kommissionen und Gutachten zelebriert, intellektuell hin- und hergewendet und publizistisch erfolgreich ver- kert, und in den Medien werden Sonderseiten und Schwerpunktserien eingerichtet, um den Informations-, Diskussions- und Vorurteilsbedarf zu befriedigen.
Manchmal ähnelt die Zeitgeist-Analyse einer simplen Aufwärts-Abwärts-Betra- tung: Es gibt bei bestimmten Themen Hochkonjunkturen und Rezessionen. Zu m- chen Zeiten verschwinden diese Themen, gelten als fad und unzeitgemäß, lassen sich in den Zeitungsspalten und Zeitschriften-Feuilletons nicht mehr finden, werden in politischen Ankündigungen und Programmen ignoriert; zu anderen Zeiten gelten sie als brisante, aktuelle Themen, werden politisch in Kommissionen und Gutachten zelebriert, intellektuell hin- und hergewendet und publizistisch erfolgreich ver- kert, und in den Medien werden Sonderseiten und Schwerpunktserien eingerichtet, um den Informations-, Diskussions- und Vorurteilsbedarf zu befriedigen. Die B- dung ist ein typischer Fall für dieses Auf und Ab. Die meiste Zeit geht es um Modethemen, um organisatorische oder dienstrec- liche Details, um Aufsehen erregende Ereignisse, an denen sich die Gemüter erh- zen. Aber in einer turbulenten Gesellschaft muss auch die Grundfrage immer wieder einmal gestellt und jeweils den Umständen angemessen beantwortet werden: Was denn das Ziel der Bildungseinrichtungen sei? Was „Bildung“ überhaupt sei? Wofür eine Schule oder eine Universität zu „bilden“ hätte? Wie dies am besten geschehen könne? Wie gut die Ziele erreicht würden? Wie der Bildungserfolg überprüfbar sei? Die Fragen stellen eine grundlegende Herausforderung für alle dar, die im B- dungsgeschehen arbeiten. Man kann sie ignorieren und stattdessen über Stund- zahlen und Lehrdeputate reden. Man kann sie individualisieren, zu einer Sache des jeweils einzelnen Lehrenden machen und diese als Sündenböcke gebrauchen, wenn 1 irgendetwas schief geht.
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