Griechensehnsucht und Kulturkritik : Die deutsche Rezeption von Winckelmanns Antikenideal 1840-1945
Book Details
Format
Hardback or Cased Book
ISBN-10
3050041005
ISBN-13
9783050041001
Publisher
De Gruyter
Imprint
De Gruyter Akademie Forschung
Country of Manufacture
GB
Country of Publication
GB
Publication Date
Dec 8th, 2004
Print length
443 Pages
Weight
1,203 grams
Product Classification:
The arts: general issuesPhilosophy
Ksh 13,050.00
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Fast
Der deutsche Griechenkult fand keineswegs mit der Epoche der Klassik ein Ende, sondern lebte als äußerst wandlungsfähiges Konzept bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts fort. Die Autorin verfolgt über einhundert Jahre hinweg die Wirkungsgeschichte des Griechenideals von Johann Joachim Winckelmann bis in die Zeit des Nationalsozialismus, als die Begeisterung für seine Ideen parallel zum Griechenlandfeldzug in einer "Winckelmann-Renaissance" gipfelte. Auf der Grundlage von einer Fülle bislang unbeachteter Archivalien, publizierter Quellen und bildlicher Darstellungen wird ein höchst komplexes Ideengeflecht untersucht, dessen Anfänge zwar auf den Altertumsforscher des 18. Jahrhunderts zurückreichen, das aber in der Folgezeit insbesondere durch den Wechsel von vier politischen Systemen in immer neue funktionsgeschichtliche Zusammenhänge trat. Allen Anfechtungen zum Trotz drängte das Konzept des ‚Klassischen' in Gestalt einer sich auf das ‚Leben' berufenden Wertphilosophie den Positivismus des 19. Jahrhunderts zurück, brachte um 1900 einen ‚monumentalen' Klassizismus in der Kunst hervor und initiierte den Aufschwung von Lebensreform, Jugendbewegung und Jünglingskult. In der Zusammenführung der Betrachtung von wissenschaftlicher, künstlerischer und literarischer Produktion und politischem Diskurs werden bisher ungesehene Verbindungen dargestellt. Sie zeigen, auf welch problematische Weise Griechensehnsucht und Kulturkritik das Denken, Fühlen und Handeln der Intellektuellen zwischen 1840 und 1945 bestimmten.
Der deutsche Griechenkult fand keineswegs mit der Epoche der Klassik ein Ende, sondern lebte als äußerst wandlungsfähiges Konzept bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts fort. Die Autorin verfolgt über einhundert Jahre hinweg die Wirkungsgeschichte des Griechenideals von Johann Joachim Winckelmann bis in die Zeit des Nationalsozialismus, als die Begeisterung für seine Ideen parallel zum Griechenlandfeldzug in einer "Winckelmann-Renaissance" gipfelte. Auf der Grundlage von einer Fülle bislang unbeachteter Archivalien, publizierter Quellen und bildlicher Darstellungen wird ein höchst komplexes Ideengeflecht untersucht, dessen Anfänge zwar auf den Altertumsforscher des 18. Jahrhunderts zurückreichen, das aber in der Folgezeit insbesondere durch den Wechsel von vier politischen Systemen in immer neue funktionsgeschichtliche Zusammenhänge trat. Allen Anfechtungen zum Trotz drängte das Konzept des ‚Klassischen'' in Gestalt einer sich auf das ‚Leben'' berufenden Wertphilosophie den Positivismus des 19. Jahrhunderts zurück, brachte um 1900 einen ‚monumentalen'' Klassizismus in der Kunst hervor und initiierte den Aufschwung von Lebensreform, Jugendbewegung und Jünglingskult. In der Zusammenführung der Betrachtung von wissenschaftlicher, künstlerischer und literarischer Produktion und politischem Diskurs werden bisher ungesehene Verbindungen dargestellt. Sie zeigen, auf welch problematische Weise Griechensehnsucht und Kulturkritik das Denken, Fühlen und Handeln der Intellektuellen zwischen 1840 und 1945 bestimmten.
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