Italienische Literatur im Spannungsfeld von Norm und Hybriditaet : Uebergaenge - Graduierungen - Aushandlungen
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Norm und Hybridität stehen für zwei Zeitalter. Bis zum 18. Jh. war die Literatur an normativen Regelpoetiken ausgerichtet. Das Aufkommen der Genieästhetik in der Romantik bricht mit dieser Tradition. So will es die Literaturgeschichte. Aber die die damit suggerierte Teleologie geht nicht auf. Das zeigen die Beiträge des vorliegenden Sammelbandes.
Traditionell gelten die Begriffe Norm und Hybridität in der Literaturwissenschaft als Gegensatzpaar: Normen, wie sie seit der Antike und bis in die Frühe Neuzeit in Regelpoetiken festgehalten oder anderweitig definiert sind, werden im historischen Prozess mittels Hybridisierungen auf verschiedenen Ebenen aufgeweicht oder gebrochen, so dass sich die Hybridität spätestens in der Epoche der Romantik als neue Norm durchsetzt. Dagegen zeigen die hier versammelten Studien, dass sich die italienische Literatur einer solch eindeutigen Zuordnung entzieht. Es zeichnet sich ein von intrikaten Graduierungen und entsprechenden Aushandlungsprozessen geprägtes Spannungsfeld ab, das auf die grundsätzliche Übergänglichkeit der literarischen Rede weist: Sie ist stets unterwegs zu dem, was sie meint.
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