Kooperationspraktiken zweier Ganztagsschulen im Spannungsfeld von Gemeinsamkeit und Differenz
1. Aufl. 2023
Book Details
Format
Paperback / Softback
Book Series
Schule und Gesellschaft
ISBN-10
3658412569
ISBN-13
9783658412562
Edition
1. Aufl. 2023
Publisher
Springer Fachmedien Wiesbaden
Imprint
Springer VS
Country of Manufacture
GB
Country of Publication
GB
Publication Date
Apr 1st, 2023
Print length
371 Pages
Weight
494 grams
Dimensions
20.90 x 14.90 x 2.40 cms
Ksh 11,700.00
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Quality
Fast
Die Befunde verdeutlichen, dass eine gemeinsamkeitsbasierte Schulkooperation die Erwartung erzeugt, dass die jeweils in Hospitationen als „best practice“ gezeigten Unterrichtspraktiken ausschließlich mit dem eigenen Schulkulturellen Ideal übereinstimmen und anerkannt werden sollen.
Für eine erfolgreiche Schulkooperation sollen die Schulen möglichst viele strukturelle Gemeinsamkeiten und gemeinsame pädagogische Grundvorstellungen aufweisen, so lauten bisherige Befunde aus der Schulnetzwerkforschung. Unter diesen Voraussetzungen sind Pädagog*innen gefordert, in Austauschformaten zu ihren „best practice“ zusammenzuarbeiten, um sich zu professionalisieren sowie die Schulentwicklung voranzubringen. In dieser ethnographischen Fallstudie wird untersucht, wie sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Schulen in Kooperationspraktiken abbilden, wie die Pädagog*innen in einer langfristig angelegten Kooperation damit umgehen und welche Konsequenzen dies für die Professionalisierung und Schulentwicklung hat. Die Befunde verdeutlichen, dass eine gemeinsamkeitsbasierte Schulkooperation die Erwartung erzeugt, dass die jeweils in Hospitationen als „best practice“ gezeigten Unterrichtspraktiken ausschließlich mit dem eigenen Schulkulturellen Ideal übereinstimmen und anerkannt werden sollen. Dementsprechend werden als kritisch empfundene Unterschiede, also jene konkurrierenden Logiken vergleichbarer Unterrichtspraktiken, die den Schulkulturell implizit-normativen Vorstellungen widersprechen, tabuisiert. Professionalisierung geschieht aber vor allem durch die Bearbeitung dieser konkurrierenden Logiken. Sie werden jedoch nicht in formellen Arbeitsformaten, sondern erst im informellen Freizeitformat im Rahmen „professioneller Freundschaften“ kokonstruktiv bearbeitet.
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