Law and Narrative : Textual Fluidity in the Hebrew Manuscripts of Exodus 19–24
by
Megan Turton
Book Details
Format
Hardback or Cased Book
Book Series
Forschungen zum Alten Testament
ISBN-10
3162000033
ISBN-13
9783162000033
Publisher
Mohr Siebeck
Imprint
Mohr Siebeck
Country of Manufacture
GB
Country of Publication
GB
Publication Date
Oct 30th, 2026
Print length
420 Pages
Product Classification:
Old TestamentsJudaism: sacred textsJudaism: sacred texts and revered writingsOld Testaments
Ksh 27,700.00
Werezi Extended Catalogue
0 in stock
Delivery Location
Delivery fee: Select location
Secure
Quality
Fast
Megan Turton hinterfragt zwei Konsense: den anfänglich nicht-bindenden Charakter biblischer Gesetzessammlungen und die textuelle Fluidität der Tora. Durch die Analyse rechtlicher und narrativer Varianten in Ex 19-24 bewertet sie neu, wie normative Autorität trotz erheblicher Textinstabilität konstruiert wurde.
Megan Turton setzt sich mit zwei zentralen fachwissenschaftlichen Konsensen auseinander: dass biblische Gesetzessammlungen - wie ihre altorientalischen Gegenstücke - ursprünglich nicht als bindende Gesetzesquellen fungierten und dass die Textgestalt der Tora bis in die Zeitenwende hinein fluid und pluriform blieb. Vor diesem Hintergrund macht sie auf ein vernachlässigtes Problem aufmerksam: wie textuelle Instabilität die Charakterisierung biblischen Rechts beeinflusst. Durch die Fokussierung auf rechtliche und narrative Varianten in den hebräischen Handschriften von Ex 19-24 - einschließlich des Samaritanischen Pentateuch, der biblischen Qumranrollen und des 4QReworked Pentateuch - bewertet die Autorin neu, inwieweit ein „Gesetzeskodex"-Modell die Rolle des Rechts in der späten Zeit des Zweiten Tempels beschreiben kann. Zunächst skizziert sie Debatten über Wesen und Funktionen keilschriftlicher und biblischer Sammlungen und betont, wie moderne europäische Vorstellungen erschöpfender, kohärenter und begrenzter schriftlicher Gesetzgebung die wissenschaftlichen Erwartungen prägen. Unter Rückgriff auf Rechtstheorie und die Arbeiten von Fernanda Pirie in Rechtsanthropologie, Rechtsgeschichte und vergleichendem Recht entwickelt sie eine alternative Konzeption rechtlicher Schriftlichkeit: „Legalismus" als ein System der Sinnbildung, das weder von stabiler Textgestalt abhängt noch von der Ausschließung anderer normativer Quellen wie Brauch, älterem Recht, mündlicher Tradition oder religiöser Erzählung. Durch die Analyse und den Vergleich von Umfang und Qualität rechtlicher und narrativer Varianten zeigt Megan Turton, dass rechtliche Texte, obwohl sie gegenüber narrativen eine etwas geringere Vielfalt aufweisen, dennoch erheblichen Wandel durchlaufen und innerhalb breiterer ideologischer, theologischer und literarischer Rahmen gedeutet werden. Dies stellt die Angemessenheit gesetzgeberischer Modelle und einer literalistischen Auslegung zur Beschreibung biblischen Rechts in der späten Zeit des Zweiten Tempels und darüber hinaus infrage.
Get Law and Narrative by at the best price and quality guaranteed only at Werezi Africa's largest book ecommerce store. The book was published by Mohr Siebeck and it has pages.