Literarischer Nominalismus im Spaetmittelalter : Eine Untersuchung zu Sprache, Charakterzeichnung und Struktur in Geoffrey Chaucers "Troilus and Criseyde"
Book Details
Format
Paperback / Softback
ISBN-10
3631430035
ISBN-13
9783631430033
Publisher
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Country of Manufacture
DE
Country of Publication
GB
Publication Date
Nov 1st, 1990
Weight
340 grams
Ksh 9,650.00
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Quality
Fast
Innerhalb der philologischen Deutungen von Chaucers Troilus and Criseyde existieren eine Reihe kontrovers diskutierter Problemstande, etwa die proverbiale Redeweise des Pandarus, die Charakterzeichnungen der Criseyde und des Troilus oder die Spannungen zwischen der Haupthandlung und dem sogenannten Epilog. Bisherige methodische Ansatze, die meist auf Beobachtungen fruh- und hochmittelalterlicher oder gar antiker Sprach- und Denktheorien basierten, konnten die erkannten Widerspruchlichkeiten keiner befriedigenden Losung zufuhren. Die diagnostizierte Defizienz vor allem allegorisch-exegetischer beziehungsweise boethianischer Erklarungsversuche wird in der vorliegenden Untersuchung durch die Konfrontation des literarischen Werkes mit einer ihm synchronen spatmittelalterlichen Kulturkonstituente, der philosophischen Denkbewegung des Nominalismus, uberwunden. Das Einbringen dieser Folie des bestimmenden philosophischen Superstrats des 14. Jahrhunderts erhellt die spezifisch spatmittelalterliche Eigenart von Chaucers Werk. Die genannten Aporien der Forschung hinsichtlich Sprache, Charakterzeichnung und Struktur werden als Auspragungen eines originellen, literarischen Nominalismus des Dichters erklarbar.
Innerhalb der philologischen Deutungen von Chaucers Troilus and Criseyde existieren eine Reihe kontrovers diskutierter Problemstände, etwa die proverbiale Redeweise des Pandarus, die Charakterzeichnungen der Criseyde und des Troilus oder die Spannungen zwischen der Haupthandlung und dem sogenannten Epilog. Bisherige methodische Ansätze, die meist auf Beobachtungen früh- und hochmittelalterlicher oder gar antiker Sprach- und Denktheorien basierten, konnten die erkannten Widersprüchlichkeiten keiner befriedigenden Lösung zuführen. Die diagnostizierte Defizienz vor allem allegorisch-exegetischer beziehungsweise boethianischer Erklärungsversuche wird in der vorliegenden Untersuchung durch die Konfrontation des literarischen Werkes mit einer ihm synchronen spätmittelalterlichen Kulturkonstituente, der philosophischen Denkbewegung des Nominalismus, überwunden. Das Einbringen dieser Folie des bestimmenden philosophischen Superstrats des 14. Jahrhunderts erhellt die spezifisch spätmittelalterliche Eigenart von Chaucers Werk. Die genannten Aporien der Forschung hinsichtlich Sprache, Charakterzeichnung und Struktur werden als Ausprägungen eines originellen, literarischen Nominalismus des Dichters erklärbar.
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