Minimalismus : Leonid Dobycins Prosa im Kontext der totalitaeren Aesthetik
Book Details
Format
Paperback / Softback
ISBN-10
3631342527
ISBN-13
9783631342527
Publisher
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Country of Manufacture
DE
Country of Publication
GB
Publication Date
Nov 1st, 1999
Weight
400 grams
Ksh 11,300.00
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Quality
Fast
Minimalismus ist eine Schreibweise, die mit Verfahren der Auslassung und Konzentration arbeitet und gattungs- und epochenspezifisch jeweils unterschiedliche Funktionen haben kann. In dieser Arbeit geht es zunachst um eine literaturwissenschaftliche Differenzierung des Minimalismusbegriffs, in der verschiedene, fur eine Asthetik der Kurze relevante Traditionen und Theorieangebote aufgegriffen werden. Eine Interpretation der Romane und Erzahlungen von L. Dobycin (1894-1936) macht anschlieend deutlich, da Minimalismus im Kontext der totalitaren Asthetik eine Schreibweise der subversiven Affirmation ist, die in ihrer Reduziertheit das Verstummen der halb- und inoffiziellen Kultur literarisch artikuliert. Dobycins Rekurs auf die Sprache der Ideologie fuhrt Momente der Selbstreflexion dort ein, wo sie nicht zugelassen sind, und deckt die Moglichkeitsbedingungen totalitarer Kultur auf, von denen diese selbst zu schweigen vorgibt: die Verfahren der Ausgrenzung, Abschaffung und des erzwungenen Verstummens.
Minimalismus ist eine Schreibweise, die mit Verfahren der Auslassung und Konzentration arbeitet und gattungs- und epochenspezifisch jeweils unterschiedliche Funktionen haben kann. In dieser Arbeit geht es zunächst um eine literaturwissenschaftliche Differenzierung des Minimalismusbegriffs, in der verschiedene, für eine Ästhetik der Kürze relevante Traditionen und Theorieangebote aufgegriffen werden. Eine Interpretation der Romane und Erzählungen von L. Dobycin (1894-1936) macht anschließend deutlich, daß Minimalismus im Kontext der totalitären Ästhetik eine Schreibweise der subversiven Affirmation ist, die in ihrer Reduziertheit das Verstummen der halb- und inoffiziellen Kultur literarisch artikuliert. Dobycins Rekurs auf die Sprache der Ideologie führt Momente der Selbstreflexion dort ein, wo sie nicht zugelassen sind, und deckt die Möglichkeitsbedingungen totalitärer Kultur auf, von denen diese selbst zu schweigen vorgibt: die Verfahren der Ausgrenzung, Abschaffung und des erzwungenen Verstummens.
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