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Positionen des Realismus
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Positionen des Realismus : Dickens "Bleak House," Thackerays "Vanity Fair" und G. Eliots "Middlemarch"

Book Details

Format Paperback / Softback
ISBN-10 3820412026
ISBN-13 9783820412024
Publisher Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Country of Manufacture DE
Country of Publication GB
Publication Date Oct 1st, 1989
Weight 360 grams
Product Classification: Literary studies: c 1800 to c 1900
Ksh 8,300.00
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Die realistische Literatur des 19. Jahrhunderts wird heute nicht unter dem Gesichtspunkt der Mimesis, sondern unter dem der modellbildenden Reaktion auf Wirklichkeitsbegriffe und soziokulturelle Rahmensysteme betrachtet bzw. auf die diese vermittelnden literarischen Konventionen. Eine solche Konvention ist mit der trivialen oder schematischen Literatur, auch in Form der romance, gegeben. Mit einer stabilen Handlungs- und Figurenstruktur transportiert diese Literatur ein fest umrissenes ideologisches Wertesystem und dient so der Kontingenzbewaltigung. Sie bildet eine Folie hoher historischer Konstanz, von der sich auch die Literatur der Epoche des Realismus absetzt. Wesentliche Charakteristika der realistischen Schreibweise lassen sich aus der Abweichung von schematischen Handlungsstrukturen und Figurengruppierungen ablesen. Diese Abkehr dient auch der Ideologiekritik, der Kritik an einer Kontingenzbewaltigung durch der Wirklichkeit nicht mehr angemessene Normensysteme. Realistische Literatur bezieht sich entweder auf die positivistische Wissenschaft als neue intersubjektive Norm, ohne moralische Handlungsanleitungen ganz zu vernachlassigen, oder sie problematisiert die Sinnhaftigkeit und die Verfugbarkeit der Welt. Der Textappell ist antiideologisch ausgerichtet bis hin zu seiner moglichen Tilgung. Beide Positionen sind Ausformungen einer Asthetik der Gegenuberstellung, der auf jeweils unterschiedliche Weise auch Bleak House, Vanity Fair und Middlemarch zuzurechnen sind.
Die realistische Literatur des 19. Jahrhunderts wird heute nicht unter dem Gesichtspunkt der Mimesis, sondern unter dem der modellbildenden Reaktion auf Wirklichkeitsbegriffe und soziokulturelle Rahmensysteme betrachtet bzw. auf die diese vermittelnden literarischen Konventionen. Eine solche Konvention ist mit der trivialen oder schematischen Literatur, auch in Form der romance, gegeben. Mit einer stabilen Handlungs- und Figurenstruktur transportiert diese Literatur ein fest umrissenes ideologisches Wertesystem und dient so der Kontingenzbewältigung. Sie bildet eine Folie hoher historischer Konstanz, von der sich auch die Literatur der Epoche des Realismus absetzt. Wesentliche Charakteristika der realistischen Schreibweise lassen sich aus der Abweichung von schematischen Handlungsstrukturen und Figurengruppierungen ablesen. Diese Abkehr dient auch der Ideologiekritik, der Kritik an einer Kontingenzbewältigung durch der Wirklichkeit nicht mehr angemessene Normensysteme. Realistische Literatur bezieht sich entweder auf die positivistische Wissenschaft als neue intersubjektive Norm, ohne moralische Handlungsanleitungen ganz zu vernachlässigen, oder sie problematisiert die Sinnhaftigkeit und die Verfügbarkeit der Welt. Der Textappell ist antiideologisch ausgerichtet bis hin zu seiner möglichen Tilgung. Beide Positionen sind Ausformungen einer Ästhetik der Gegenüberstellung, der auf jeweils unterschiedliche Weise auch Bleak House, Vanity Fair und Middlemarch zuzurechnen sind.

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