Rechtfertigung und Entschuldigung im Strafrecht? : Ueberlegungen zu einer funktionalen Straftatsystematik
Book Details
Format
Paperback / Softback
ISBN-10
3631403526
ISBN-13
9783631403525
Publisher
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Country of Manufacture
DE
Country of Publication
GB
Publication Date
Jun 1st, 1988
Weight
430 grams
Product Classification:
Criminal law & procedure
Ksh 9,650.00
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Quality
Fast
Die herkömmliche Unterscheidung zwischen Rechtfertigungen und Entschuldigungen erscheint nicht nur als historisches Zufallsprodukt, sondern erweist sich überdies als unpraktikabel. Sie lässt sich weder logisch noch positiv-rechtlich oder «ontologisch» begründen. Eine Funktionalitätsprüfung daraufhin, ob der Differenzierung eine eigene und spezifische Bedeutung im Rahmen eines straftheoretischen Zweckerreichungsprogramms zukommt, wirft die Frage nach dem funktionalen Basisentscheid auf: Es bedarf mithin einer «Durchmusterung» straftheoretischer Konzeptionen und damit des Versuchs einer Beantwortung der Frage nach dem «Sinn» der Strafe. Hier vermag keine Straftheorie Letztbegründungsansprüchen zu genügen, die sogenannte positive Generalprävention erscheint indes als «kleinstes Übel». Gemessen an ihr erweist sich die Differenzierung zwischen Rechtfertigungs- und Entschuldigungsbereich als funktionslos. Es verbleibt die Frage nach den - straftatsystematischen wie rechtsfolgenpraktischen - Konsequenzen einer «Einheitslösung».
Die herkommliche Unterscheidung zwischen Rechtfertigungen und Entschuldigungen erscheint nicht nur als historisches Zufallsprodukt, sondern erweist sich uberdies als unpraktikabel. Sie lasst sich weder logisch noch positiv-rechtlich oder «ontologisch» begrunden. Eine Funktionalitatsprufung daraufhin, ob der Differenzierung eine eigene und spezifische Bedeutung im Rahmen eines straftheoretischen Zweckerreichungsprogramms zukommt, wirft die Frage nach dem funktionalen Basisentscheid auf: Es bedarf mithin einer «Durchmusterung» straftheoretischer Konzeptionen und damit des Versuchs einer Beantwortung der Frage nach dem «Sinn» der Strafe. Hier vermag keine Straftheorie Letztbegrundungsanspruchen zu genugen, die sogenannte positive Generalpravention erscheint indes als «kleinstes Ubel». Gemessen an ihr erweist sich die Differenzierung zwischen Rechtfertigungs- und Entschuldigungsbereich als funktionslos. Es verbleibt die Frage nach den - straftatsystematischen wie rechtsfolgenpraktischen - Konsequenzen einer «Einheitslosung».
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