Sir Thomas Brownes «Religio Medici» und «Pseudodoxia Epidemica» : Eine ideengeschichtliche Untersuchung mit besonderer Beruecksichtigung des Begriffs «reason»
Book Details
Format
Paperback / Softback
ISBN-10
3631420021
ISBN-13
9783631420027
Publisher
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Country of Manufacture
DE
Country of Publication
GB
Publication Date
Jul 1st, 1989
Weight
440 grams
Product Classification:
Literary studies: c 1500 to c 1800Philosophy
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Fast
Sir Thomas Browne darf als einer der Hauptvertreter der englischen Prosa des 17. Jahrhunderts angesehen werden. Seine beiden Hauptwerke zeugen von einer starken Beziehung zur spatmittelalterlichen Tradition, sind aber auch von Spannungen gepragt, die sich aus der Zuwendung zu rein innerweltlichen Phanomenen unter naturwissenschaftlichen Fragestellungen ergeben. Die Untersuchung, welche Bedeutung Browne der Vernunft («reason») beimit, lat die fruchtbare Spannung zwischen traditionellem Glauben und moderner Naturwissenschaft besonders augenfallig werden. In der Religio Medici weist Sir Thomas, essayistisch-spielerisch, der Menschlichen Vernunft gegenuber dem Glauben eine untergeordnete Stellung zu. In der Pseudodoxia Epidemica setzt er sich mit weitverbreiteten Irrtumern auseinander. Der Vernunft als Entscheidungskriterium der Erkenntnis von Irrtum und Wahrheit raumt er in diesem Zusammenhang den ersten Rang ein. Nicht zu ubersehen ist jedoch, da er auch in seinem opus magnum den Wirkungsbereich der Vernunft mit skeptischer Kritik eingrenzt. Sir Thomas Browne leitet diese Skepsis von der Irrtumsverfallenheit des Menschen ab und begrundet seine Kritik letztlich auch hier mit religiosen Argumenten. Beide Werke charakterisieren Sir Thomas Browne als einen in alten Traditionen verwurzelten Menschen. Gleichzeitig aber geht er Fragen seiner Zeit mit wachem Interesse und philosophischer Neugier nach, ohne die Leistungen der menschlichen Vernunft als alleiniges Erkenntniskriterium anzunehmen.
Sir Thomas Browne darf als einer der Hauptvertreter der englischen Prosa des 17. Jahrhunderts angesehen werden. Seine beiden Hauptwerke zeugen von einer starken Beziehung zur spätmittelalterlichen Tradition, sind aber auch von Spannungen geprägt, die sich aus der Zuwendung zu rein innerweltlichen Phänomenen unter naturwissenschaftlichen Fragestellungen ergeben. Die Untersuchung, welche Bedeutung Browne der Vernunft («reason») beimißt, läßt die fruchtbare Spannung zwischen traditionellem Glauben und moderner Naturwissenschaft besonders augenfällig werden. In der Religio Medici weist Sir Thomas, essayistisch-spielerisch, der Menschlichen Vernunft gegenüber dem Glauben eine untergeordnete Stellung zu. In der Pseudodoxia Epidemica setzt er sich mit weitverbreiteten Irrtümern auseinander. Der Vernunft als Entscheidungskriterium der Erkenntnis von Irrtum und Wahrheit räumt er in diesem Zusammenhang den ersten Rang ein. Nicht zu übersehen ist jedoch, daß er auch in seinem opus magnum den Wirkungsbereich der Vernunft mit skeptischer Kritik eingrenzt. Sir Thomas Browne leitet diese Skepsis von der Irrtumsverfallenheit des Menschen ab und begründet seine Kritik letztlich auch hier mit religiösen Argumenten. Beide Werke charakterisieren Sir Thomas Browne als einen in alten Traditionen verwurzelten Menschen. Gleichzeitig aber geht er Fragen seiner Zeit mit wachem Interesse und philosophischer Neugier nach, ohne die Leistungen der menschlichen Vernunft als alleiniges Erkenntniskriterium anzunehmen.
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