Straftaeter und Tatverdaechtige als Personen der Zeitgeschichte : Ein Beitrag zur Problematik identifizierender Mediendarstellungen
Book Details
Format
Paperback / Softback
ISBN-10
3631453205
ISBN-13
9783631453209
Publisher
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Country of Manufacture
DE
Country of Publication
GB
Publication Date
Mar 1st, 1993
Weight
870 grams
Ksh 17,200.00
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Fast
Die Identifizierung von Straftatern und Tatverdachtigen in den Massenmedien stellt ein unverandert aktuelles Problem im Spannungsverhaltnis zwischen Personlichkeitsschutz und Medienfreiheit dar. Obwohl Tatverdachtigen und abgeurteilten Straftatern regelmaig nicht an Publizitat gelegen ist, geben die Massenmedien vielfach ihre Anonymitat preis. Zur Legitimation ihres Vorgehens berufen sich die Medien auf die Eigenschaft der Betroffenen als Personen der Zeitgeschichte. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, ob diese Auffassung zutrifft. Dazu setzt sie sich zunachst eingehend mit dem Begriff der Person der Zeitgeschichte auseinander und untersucht dann, inwieweit Straftater und Tatverdachtige die herausgearbeiteten Kriterien erfullen. Dabei zeigt sich, da die Voraussetzungen entgegen der Medienpraxis haufig nicht vorliegen. In einem weiteren Abschnitt werden die Befugnisse gegenuber den als Personen der Zeitgeschichte Ausgewiesenen erortert. Behandelt werden die Bild- und Namenspublizitat, als Sonderfalle die Fernsehsendung «Aktenzeichen XY ungelost» und die Gerichtsberichterstattung, ferner die Lebens- und Charakterbilddarstellung. Abschlieend befat sich die Arbeit mit der Rechtmaigkeit von Medienberichten, die Tatopfer und dem Tater bzw. Tatverdachtigen nahestehende Personen identifizieren.
Die Identifizierung von Straftätern und Tatverdächtigen in den Massenmedien stellt ein unverändert aktuelles Problem im Spannungsverhältnis zwischen Persönlichkeitsschutz und Medienfreiheit dar. Obwohl Tatverdächtigen und abgeurteilten Straftätern regelmäßig nicht an Publizität gelegen ist, geben die Massenmedien vielfach ihre Anonymität preis. Zur Legitimation ihres Vorgehens berufen sich die Medien auf die Eigenschaft der Betroffenen als Personen der Zeitgeschichte. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, ob diese Auffassung zutrifft. Dazu setzt sie sich zunächst eingehend mit dem Begriff der Person der Zeitgeschichte auseinander und untersucht dann, inwieweit Straftäter und Tatverdächtige die herausgearbeiteten Kriterien erfüllen. Dabei zeigt sich, daß die Voraussetzungen entgegen der Medienpraxis häufig nicht vorliegen. In einem weiteren Abschnitt werden die Befugnisse gegenüber den als Personen der Zeitgeschichte Ausgewiesenen erörtert. Behandelt werden die Bild- und Namenspublizität, als Sonderfälle die Fernsehsendung «Aktenzeichen XY ungelöst» und die Gerichtsberichterstattung, ferner die Lebens- und Charakterbilddarstellung. Abschließend befaßt sich die Arbeit mit der Rechtmäßigkeit von Medienberichten, die Tatopfer und dem Täter bzw. Tatverdächtigen nahestehende Personen identifizieren.
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