Zur Typologie des Herrschers im franzoesischen Humanismus : "Le Livre de l’Institution du Prince "von Guillaume Bude
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Book Details
Format
Paperback / Softback
Book Series
Dialoghi / Dialogues
ISBN-10
3631397682
ISBN-13
9783631397688
Edition
New
Publisher
Peter Lang AG
Imprint
Peter Lang AG
Country of Manufacture
DE
Country of Publication
GB
Publication Date
Jul 30th, 2002
Print length
142 Pages
Weight
210 grams
Ksh 5,850.00
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Fast
Guillaume Budé (1468-1540), bedeutendster französischer Humanist, schuf mit Le Livre de l’Institution du Prince, 1519 für König Franz I. geschrieben, sein einziges Werk in französischer Sprache. In konkreter Distanzierung von der Forschungslage zeigt diese Studie, daß Budé alle Möglichkeiten der von ihm gewählten Gattung des Fürstenspiegels zu nutzen weiß. Mittels rhetorischer Strategien inszeniert er eine Begegnung zwischen Humanist und Herrscher auf gleicher Ebene und entwirft eine moderne Herrschertypologie, die zentrale Elemente des traditionellen Fürstenverständnisses überwindet und bereits manche Züge des späteren absolutistischen Herrschers aufweist. Darüber hinaus werden Monarchie und Königtum bei Budé zunehmend säkularisiert. Königliche Allmacht ist nicht mehr nur sakral legitimiert; der Herrscher verdankt seine Autorität vielmehr der Perfektionierung seiner diesseitigen Existenz durch historische und literarische Bildung. Als moderner Apoll erhebt er die Repräsentanten der humanistischen Wissenschaften in den Rang seiner Verbündeten im Kampf um die kulturelle und politische Hegemonie Frankreichs. Le Livre de l’Institution du Prince markiert die Geburtsstunde des Königs von Frankreich als Père de la Renaissance.
Guillaume Budé (1468-1540), bedeutendster französischer Humanist, schuf mit Le Livre de l’Institution du Prince, 1519 für König Franz I. geschrieben, sein einziges Werk in französischer Sprache. In konkreter Distanzierung von der Forschungslage zeigt diese Studie, daß Budé alle Möglichkeiten der von ihm gewählten Gattung des Fürstenspiegels zu nutzen weiß. Mittels rhetorischer Strategien inszeniert er eine Begegnung zwischen Humanist und Herrscher auf gleicher Ebene und entwirft eine moderne Herrschertypologie, die zentrale Elemente des traditionellen Fürstenverständnisses überwindet und bereits manche Züge des späteren absolutistischen Herrschers aufweist. Darüber hinaus werden Monarchie und Königtum bei Budé zunehmend säkularisiert. Königliche Allmacht ist nicht mehr nur sakral legitimiert; der Herrscher verdankt seine Autorität vielmehr der Perfektionierung seiner diesseitigen Existenz durch historische und literarische Bildung. Als moderner Apoll erhebt er die Repräsentanten der humanistischen Wissenschaften in den Rang seiner Verbündeten im Kampf um die kulturelle und politische Hegemonie Frankreichs. Le Livre de l’Institution du Prince markiert die Geburtsstunde des Königs von Frankreich als Père de la Renaissance.
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