Zustand der Dichtung : Interpretationen zur Sprachlichkeit des «anderen Zustands» in Robert Musils «Der Mann ohne Eigenschaften»
Book Details
Format
Paperback / Softback
ISBN-10
3402036029
ISBN-13
9783402036020
Publisher
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Country of Manufacture
DE
Country of Publication
GB
Publication Date
Dec 31st, 2003
Weight
320 grams
Product Classification:
GermanLiterary studies: c 1900 to c 2000Literary studies: from c 1900 -
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Quality
Fast
Zu zeigen, daß die Wahrheit der Literatur, die Musil als die Einheit von Gefühl und Verstand erkannte, nicht begrifflich, also z.B. philosophisch, soziologisch oder psychoanalytisch, sondern nur sprachlich einzulösen ist, unternimmt die folgende Arbeit. Was hier sprachlich emphatisch gegenüber möglichen begrifflichen Reduktionen bedeutet, erscheint im «Mann ohne Eigenschaften» als «anderer Zustand».
Der «andere Zustand» ist der Ursprungszustand der Weltauslegeung. Dieser Zustand erscheint darum nie rein, sondern in seinen jeweiligen Gestalten. Das sind im Roman nicht nur die mystische Erfahrung, mit der der «andere Zustand» gelegentlich gleichgesetzt wurde, sondern ebenso die aus dem Verhältnis von «Gleichnis» und «Eindeutigkeit» resultierenden. «Gleichnis» steht dabei sowohl für das ursprüngliche Verfahren der Sprache, Sinnlichkeit und Bedeutung zu verknüpfen wie für alle in ihr erscheinende Welterfahrung, die nicht einen der beiden Momente unterdrückt. «Eindeutigkeit» umfaßt alle Formen unmittelbar praktischen Weltverhaltens von der der archaischen Gewaltanwendung bis zur modernen Technik, die «der Notdurft des Lebens» entspringen, d.h. der Lebenserhaltung dienen sollen.
Wie sich der Geschichtsprozeß aus diesen beiden antropologischen «Grundverhaltensweisen» bildet und vom Verhalten der Figuren zu ihren unbegrifflichen Erfahrungen, dem «anderen Zustand», getrieben wird, stellt die Arbeit in vier Kapiteln dar: Sprache und Mystik: Zur Logik des Mystischen im «Mann ohne Eigenschaften» – Die Dialektik von «Gleichnis» und «Eindeutigkeit» – Erfahrung des Gleichnisses: Sprachstufen im «Mann ohne Eigenschaften» – Epilog: «Die Reise ins Paradies».
Der «andere Zustand» ist der Ursprungszustand der Weltauslegeung. Dieser Zustand erscheint darum nie rein, sondern in seinen jeweiligen Gestalten. Das sind im Roman nicht nur die mystische Erfahrung, mit der der «andere Zustand» gelegentlich gleichgesetzt wurde, sondern ebenso die aus dem Verhältnis von «Gleichnis» und «Eindeutigkeit» resultierenden. «Gleichnis» steht dabei sowohl für das ursprüngliche Verfahren der Sprache, Sinnlichkeit und Bedeutung zu verknüpfen wie für alle in ihr erscheinende Welterfahrung, die nicht einen der beiden Momente unterdrückt. «Eindeutigkeit» umfaßt alle Formen unmittelbar praktischen Weltverhaltens von der der archaischen Gewaltanwendung bis zur modernen Technik, die «der Notdurft des Lebens» entspringen, d.h. der Lebenserhaltung dienen sollen.
Wie sich der Geschichtsprozeß aus diesen beiden antropologischen «Grundverhaltensweisen» bildet und vom Verhalten der Figuren zu ihren unbegrifflichen Erfahrungen, dem «anderen Zustand», getrieben wird, stellt die Arbeit in vier Kapiteln dar: Sprache und Mystik: Zur Logik des Mystischen im «Mann ohne Eigenschaften» – Die Dialektik von «Gleichnis» und «Eindeutigkeit» – Erfahrung des Gleichnisses: Sprachstufen im «Mann ohne Eigenschaften» – Epilog: «Die Reise ins Paradies».
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