Zwischen Augenblicksnotat und Lebensbilanz : Die Tagebuchaufzeichnungen Hugo von Hofmannsthals, Robert Musils und Franz Kafkas
Book Details
Format
Hardback or Cased Book
ISBN-10
3631639325
ISBN-13
9783631639320
Publisher
Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften
Country of Manufacture
DE
Country of Publication
GB
Publication Date
Dec 10th, 2012
Weight
580 grams
Product Classification:
GermanLiterary studies: c 1900 to c 2000Literary studies: from c 1900 -
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Quality
Fast
Der Ubergang zum 20. Jahrhundert forderte ein Uberdenken der Rolle und Funktionsweise von Literatur, das auch zu einer Neudefinierung der Gattung des Tagebuchs fuhrt. Einen Beitrag dazu zu leisten, die Schreibweisen der Schriftstellertagebucher vor dem Hintergrund der Probleme des Schreibens um 1900 zu untersuchen, ist das Ziel dieser Arbeit.
Als Wende- und Umbruchszeit forderte der Übergang zum zwanzigsten Jahrhundert ein Überdenken der Rolle und Funktionsweise von Literatur, in das sich auch das Tagebuch einschreibt, das ihm neue Dimensionen erschließt und zu einer Neudefinierung der Gattung des Tagebuchs führt. Eine Analyse der Textpraxis der Tagebuchaufzeichnungen darf nicht davor Halt machen, traditionelle Ordnungsmuster literarischen Schreibens mit einem Fragezeichen zu versehen. Einen Beitrag dazu zu leisten, die Schreibweisen der Schriftstellertagebücher vor dem Hintergrund der Probleme des Schreibens um 1900 zu untersuchen, ist das Ziel dieser Arbeit. Es wurden Autoren gewählt, die mit der Gattung des Tagebuchs experimentieren, sie im Schreiben thematisieren und die Grenzen des Mediums austesten. Ausgangspunkt ist der Erfahrungsschwund und die Krise der Identität um die «Jahrhundertwende». Wirklichkeitsaneignung und Selbsterschaffung laufen im Tagebuch prozessual zusammen. Die Aufzeichnungen werden zum einen in ihrer Rolle bei der ästhetischen Umsetzung von Wirklichkeit untersucht, die sich in der Auseinandersetzung mit der Medienkultur der Zeit vollzieht. Zum anderen wird nachvollzogen, wie die Schreibenden der Dispersion des Ich durch eine narrative Handhabung von Identität begegnen. Die Tagebuchaufzeichnungen werden zum Medium eines Experimentierens mit der Identität, in dem sich Existenz als ein nicht arretierbarer Prozess der Selbsterkundung darstellt.
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